Eine Catlady scheint etwas Negatives zu sein – eine Frau, ledig, geschieden oder verwitwet, jedenfalls einsam und allein, die sich deswegen mit Vierbeinern umgibt. Für ihr neues musikalisches Dokumentarprojekt hat werkgruppe2 Frauen im Ruhrgebiet, die das Leben von Catladies führen, befragt und ist in deren Realität eingetaucht. Hier hat das Leben mit dem Tier einen unschätzbaren Wert. „Es ist immer jemand da, der sich freut immer, wenn man nach Hause kommt. Das ist schon eine andere Qualität, sage ich mal.“ Fragen nach Lebensqualität der Frauen über 70 Jahren und ihre Lebensleistungen, die häufig verborgen bleiben, sind der Ausgangspunkt der Inszenierung, die es genau wissen will: Sind die Frauen von Altersarmut betroffen? Wovon besitzen sie eine Fülle? Von Einsamkeit? Um wen kümmern sie sich und um wen wollen sie sich nicht mehr kümmern? Wer sorgt sich um sie, wenn sie krank werden? Wie blicken sie auf ihr ihre oft jahrzehntelange (Care-)Arbeit zurück? Wurden sie für diese Arbeit entlohnt, wird diese überhaupt gesehen?
Ein Theaterabend mit Schauspieler:innen und einer Live-Musikerin über das Lebensglück von Catladies.
Regie: Julia Roesler
Komposition und Musikalische Leitung: Insa Rudolph
Kostüme und Bühne: Franziska Isensee
Video: Rebecca Riedel
Dramaturgie: Silke Merzhäuser, Laura Mangels
Recherche & Text: Julia Roesler, Silke Merzhäuser
Mit: Khalil Fahed Aassy, Susanne Burkhard, Regina Leenders, Ronja Oppelt, Anna Polke, Jens Schnarre, Klaus Zwick und der Musikerin Katrin Mickiewicz
Eine Produktion des Theater Oberhausen in Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen und werkgruppe2