DIE EHEN UNSERER ELTERN

 

„Politik ist die Frage, wie Du Dein Leben lebst, nicht, wen Du wählst.“ (Jerry Rubin)

Beziehungskisten, wilde Ehen, Scheidungen ohne Schuld: Die Generation der 68er-Eltern eint, dass sie sich zu einer Zeit kennen- und liebengelernt haben, in der erstmals in der modernen Gesellschaft neue Beziehungsmodelle toleriert wurden. Welche Auswirkungen hatte das auf ihre Rolle als Eltern? Wie frei haben sie ihre Beziehungen gelebt? Welche Ideale hatten sie? Welche Rolle spielten Gleichberechtigung, sexuelle Freiheit, Treue, Arbeitsteilung, Kinderwunsch, Erziehungsmethoden, Konfliktbearbeitung?
In Interviews lassen wir Paare und deren Kinder unabhängig voneinander erzählen, wie sie diese Zeit wahrgenommen haben. Wie sehr hat der „Geist von 1968“ die Kindheit beeinflusst? Welche Auswirkungen haben die Beziehungsmuster der Eltern? Gelten sie als Vorbilder oder als Motiv der Abgrenzung? Inwiefern sind Beziehungsformen Produkte ihrer Zeit und wo finden heute die Erfahrungen von Wandel und Aufbruch statt?

Premiere:
11.März 2018

Badisches Staatstheater
Karlsruhe

Recherche
Silke Merzhäuser, Julia Roesler

Regie Julia Roesler

Bühne und Kostüm
Charlotte Pistorius

Musik Insa Rudolph

Dramaturgie
Silke Merzhäuser, Judith Heese

 

 

Im Rahmen der 24. Europäischen Kulturtage