IM DORF. Das erste Jahr

Vor einem Jahr haben wir mit einer Langzeit-Recherche begonnen. Darin folgen wir der Geschichte eines jungen Paares in einem ostdeutschen Dorf an der ehemaligen Grenze: die junge Frau, Tochter der Besitzer der Dorfgaststätte, hat sich in einen minderjährigen syrischen Flüchtling verliebt. Nun bekommen die beiden ihr erstes Kind und ziehen zusammen in das Heimatdorf der Frau zurück - der junge Mann ist 'der erste Ausländer' im Dorf. Während des ersten Jahres haben wir vor allem Gespräche mit der jungen Frau und ihrem Freund und mit den Eltern geführt: Was passiert, wenn ein junger Geflüchteter auf solch eine Familien- und Dorfgemeinschaft stösst, die sich in ihrer Unterschiedlichkeit und mit ihren Widersprüchen arrangiert hat? Welche Erinnerungen an eigene Nicht-Fluchtgeschichten löst das neue Familienmitglied aus? Welche Fragen von Identität, Gastfreundschaft und Zukunftsglauben werden plötzlich neu gestellt?

In einer interaktiven Hörinstallation zeigen wir erste Ausschnitte aus den Interviews. Die Teilnehmer_innen hören die Geschichten in unterschiedlichen räumlichen und personellen Setzungen und können so erfahren, wie verschiedene Situationen das Hörerleben verändern.

22./23./24. November 2017

jeweils um 19 Uhr, 20.15 Uhr, 21.30 Uhr

Dauer 60 Min.

 

Karten 
10 Euro/ 8 Euro

unter
info@werkgruppe2.de

Regie/ Recherche Julia Roesler

Musik/ Hörspiel Insa Rudolph

Ausstattung/ Video Léa Dietrich

Dramaturgie/ Recherche
Silke Merzhäuser

Mit Carsten Hentrich, Franziska Roloff, Isabelle Stolzenburg


Im Theaterraum im ehemaligen IWF, Nonnenstieg 72, 37075 Göttingen

gefördert durch